Dienstag, Oktober 17

Culture french touch

Man glaubt es kaum, ich bin hier in einer absoluten Kulturhochburg gelandet--- Ich leide jeden Tag Qualen, weil ich mich überhaupt nicht entscheiden kann, zu was ich denn nun überhaupt Lust habe und wenn man sich dann für ein Genre (Kino, Theater, Konzert…) entschieden hat, muss man immer noch eine genaue Präzisierung überlegen. Letzte Woche gab’s in der Stadt ein Festival (eine Woche Spaß für 5€!!), bei dem man aus allem möglichem auswählen konnte: Workshops, Konzerte, Theater, Kanutouren etc. Ich hab am „danse contemporain“ und am Salsa- Workshop und am Theater Workshop und am Fotografie Workshop teilgenommen: wir haben aus Filmdosen und Konservendose Lochkameras gebaut und die mit Fotopapier bestückt und anschließend natürlich auch ein Foto gemacht. Und entwickelt. UND: es ist sogar was geworden! Ich bin so stolz *uiui*!


Aber wir wollen ja nicht vom Thema abschweifen: die Kultur. Je nach Wochentag hat man hier die Wahl aus ca. 35 verschiedenen Ereignissen, sei es nun Theater, Konzert, oder irgendeine Ausstellungseröffnung oder wer weiß was… Diese Woche geht es mit den Festivitäten gleich weiter: Celtomania. Da gibt’s dann unter anderem so lustige Dinge wie „randonnée chantée“ (Wanderung inklusive bretonischer Lieder) und Konzerte und Ausstellungen usw… Ich weiß gar nicht soo genau, wie ich hier mal zum Arbeiten kommen soll, denn man muss ja alles mitnehmen, ne!

Apropos Arbeiten: was mir total auf den Keks geht, ist das französische "Bildungs-" System. Es besteht an der Uni hauptsächlich darin, dass man sich 90 minütige Monologe anhört, was dann liebevoll "Proseminar" genannt wird. Die Franzosen haben dazu noch die Angewohnheit, alles, aber wirklich alles mitzuschreiben, was der Prof sagt. Um dies zu bewältigen, lassen sie sich interessante kryptische Zeichen einfallen, um auch mitzukommen. Die gilt es erst mal zu entschlüsseln, wenn man was beim Nachbarn stibitzen will! Außerdem wurde den Franzosen bei der Geburt meines Erachtens ein Konzentrations-Chip eingepflanzt, der sie mindestens 12h voll konzentrationsfähig hält. Die beiden Theaterstücke, die ich bisher sah, dauerten je ca. 2 ½ Stunden, und das alles wird hier ohne Pausen gemeistert... unfassbar!

Demnächst lad ich mal ein paar Bilder von der Bretagne Tour am Wochenende hoch!
A la prochaine, julia

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

na wow, und was geht in trier?
nix ;-) naja, fast, aber das kennt man ja auch kaum anders...
... von daher genieße die zeit - also bezogen auf die kultur - und das mit dem mitschreiben... naja, take it easy

schuettelfee hat gesagt…

Also chère Julia, man nennt mich anne wenn ich mich vorstellen darf. ich hoffe du kannst dir das nun merken.
Die Unfähigkeit zwischen wichtig und unwichtig zu unterscheiden gepaart mit der Angst irgendetwas zu verpassen erkennt man ganz klar am panischen mittexten. Hat den Vorteil dass man sich dann zuhause nochmal hinsetzen kann und die Entscheidungen in Ruhe treffen kann. In diesem Fall würde ich allerdings ein Diktiergerät empfehlen.
Julia, ich bin nei der Wahl in meinem Wunschprojekt gelandet... mit Exkursion nach PARIS =)

Anonym hat gesagt…

die spinnen, die Franzosen!

Anonym hat gesagt…

Muss der Maki jetzt Angst haben vor dem Beusch mehrerer ineinander verschachtelter Theatermarathons? Oh weh wie wird mir!